Ankunft der wolligen Mini-Kamele

Artikel im “Der Prignitzer” vom 13.April 2020

„Allein durch ihre Anmut erzeugen die Alpakas schon ein Wohlbefinden beim Menschen.“ Ronald Otto, Geschäftsführer der GWG Wohnungsgesellschaft ist sichtlich angetan von den Neuzugängen im Tierpark Perleberg. Vier Alpaka-Stuten sind am Gründonnerstag aus dem Transportanhänger in das eigens angelegte Gehege entlassen worden.

Ein neues Zuhause
Die Tiere hatten zuvor auf der Plattenburg gelebt. Nachdem jedoch René Günther nach 13 Jahren den Pachtvertrag mit der Gemeinde gekündigt hatte, brauchten die Andentiere ein neues Zuhause. Dass jetzt gleich eine bestehende Herde aus vier Tieren zu ihm gekommen ist, freut Tierparkleiter Michael Niesler.

Es sei natürlich schade, dass die Tiere unter diesen Umständen in den Tierpark gelangt seien, findet Ronald Otto, der mit der Wohnungsgesellschaft den Tierpark betreibt. Zeitlich habe es sich aber sehr gut gefügt. Denn aufgekommen sei die Idee, Alpakas in den Tierpark zu holen, bereits vor zwei Jahren.

Otto habe seitdem sämtliche Alpaka-Halter in der Umgebung besucht und sich über Haltungsbedingungen und Gewohnheiten der Tiere informiert. Bestätigt habe sich Otto dann gefühlt, als im Sommer 2019 im „Prignitzer“ Lamas als neue Trendtiere angekündigt worden waren. Nun sind Alpakas keine Lamas, aber eng miteinander verwandt. Beide Arten gehören zur Familie der Kamele und entstammen dem peruanischen Andenhochland. Verglichen mit den Lamas sind Alpakas deutlich kleiner und leichter. Wie alle Kamele aus der neuen Welt haben sie keine Höcker.

Durch Spenden möglich gemacht
Zusammen mit dem Förderverein habe sich Otto dann an das Einwerben der nötigen Gelder gemacht. Denn 75 000 Euro mussten für die Umgestaltung des Geländes, auf dem zuvor Vogelvolieren gestanden hatten, und den Ankauf der Tiere zusammenkommen. Dies sei schließlich durch großzügige Einzelspenden regionaler Firmen und privater Geldgeber gelungen. Azubis des Forstbetriebs halfen mit, einige Bäume auf dem Gelände umzulegen, denn Alpakas mögen es sonnig.

Als die Tiere schließlich den frischen Rasen in ihrem Gehege betreten, wirken sie noch etwas orientierungslos, scheu sind sie hingegen nicht. Gleich machen sie sich daran, vom Gras zu kosten. Als sie die Guanakos, die Wildform der Lamas, im Gehege gegenüber entdecken, bleiben die domestizierten Lamas einen Moment lang andächtig stehen und nehmen Kontakt auf.

Schon jetzt freut sich Tierparkleiter Michael Niesler auf den ersten Nachwuchs, denn bereits drei der Stuten seien trächtig. Für ein kleines „Osterlama“ sei es dann zeitlich aber doch etwas zu knapp.

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